Konzeptionen Des Ausnahmezustands Bei Carl Schmitt Und Giorgio Agamben

Konzeptionen des Ausnahmezustands bei Carl Schmitt und Giorgio Agamben PDF Book Detail:
Author: Felix Lodermeier
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3346227774
Size: 58.18 MB
Format: PDF, ePub, Docs
Category : Political Science
Languages : de
Pages : 14
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Universität Regensburg (Politische Philosophie), Veranstaltung: Einführung in die Politische Philosophie, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Arbeit werden die beiden Theoretiker Carl Schmitt und Giorgio Agamben miteinander hinsichtlich der Konzeption des Ausnahmezustands verglichen. Zunächst wird auf den Ausnahmezustand nach der Definition Carl Schmitts eingegangen, auf der sich Agamben in seinem Werk "homo sacer" beruft. Die Souveränität und die Ausnahme dienen ihm zur Entwicklung einer Philosophie von rechtsfreiem Räumen und der Reduzierung der menschlichen Existenz auf das nackte Leben. Des Weiteren wird im Folgenden versucht die Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen in den Analysen und Theorien zur Souveränität und zum Ausnahmezustand von Schmitt und Agamben herauszuarbeiten und diese in heutiger Perspektive zu betrachten. Im Zentrum der Arbeit stehen dabei großteils die beiden bereits genannten Publikationen der beiden Autoren und deren weitere Ausführungen zu Konzeption des Ausnahmezustands in anderen Werken.

Der Terminus Ausnahmezustand Nach Carl Schmitt In Der Konzeption Giorgio Agambens

Der Terminus    Ausnahmezustand    nach Carl Schmitt in der Konzeption Giorgio Agambens PDF Book Detail:
Author: Philipp Schmidt
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3638875814
Size: 52.31 MB
Format: PDF, Kindle
Category : Social Science
Languages : de
Pages : 21
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Moderne und Gewalt, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit den,unterschiedlichen theoretischen Perspektiven Carl Schmitts und Giorgio Agambens beschäftigen. In einer vergleichenden Analyse sollen beide Konzeptionen gegenübergestellt werden, wobei vor allem die Betrachtung der verschiedenen Funktionen, die der Begriff Ausnahmezustand in den jeweiligen Argumentationen erfüllt, im Vordergrund der Auseinandersetzung stehen wird. Zu diesem Zweck möchte ich in einem ersten Schritt auf Carl Schmitt eingehen. Dabei soll herausgearbeitet werden, wie Schmitt den Terminus Ausnahmezustand im Rahmen seiner Überlegungen zur „Politischen Theologie“ definiert, und welche Funktionen diesem Begriff innerhalb Schmitts Souveränitätskonzeption zukommen. Die Auseinandersetzung mit dem Terminus Ausnahmezustand, so wie sich dieser bei Carl Schmitt darstellt, bildet die Ausgangsbasis der vorliegenden Arbeit. An diese Überlegungen anschließend, möchte ich mich der Argumentation Giorgio Agambens widmen, die –wie bereits erwähnt- den Terminus Ausnahmezustand von Carl Schmitt übernimmt. Hierbei stellt sich erneut die Frage nach der Funktion und der begrifflichen Bestimmung dieses Terminus. Darüber hinaus wird an dieser Stelle auf grundlegende Unterschiede im Bezug auf Carl Schmitts Begriff des Ausnahmezustands eingegangen werden. Im Mittelpunkt einer vergleichenden Auseinandersetzung sollen vor allem Fragen nach der begrifflichen Veränderung und konzeptionellen Abwandlung des Terminus Ausnahmezustand bei Agamben stehen. Überdies stellt sich die Frage nach der Relevanz, die diesem Begriff in Agambens Argumentation, im Vergleich zu Carl Schmitts Verwendung des Terminus Ausnahmezustand, zukommt. Nach dieser vergleichenden Gegenüberstellung der unterschiedlichen Perspektiven auf den Begriff Ausnahmezustand, möchte ich abschließend die Frage behandeln, inwieweit die von Agamben formulierte Bezugnahme auf Carl Schmitts Verwendung des Terminus Ausnahmezustand problematisch ist. Um diese Fragen klären zu können, werde ich mich im Folgenden anhand einiger ausgewählter Aspekte mit der Thematik auseinandersetzen. Bevor ich jedoch auf eine vergleichende Analyse der beiden genannten Theoretiker, und deren Verwendung des Terminus Ausnahmezustand eingehen werde, möchte ich in einem ersten Schritt auf die Ausgangsbasis der vorliegenden Arbeit zu sprechen kommen, und mich mit der Souveränitätskonzeption Carl Schmitts und der Rolle des Ausnahmezustands in diesem Kontext auseinandersetzen.

Der Ausnahmezustand Die Konzeptionen Carls Schmitts Und Giorgio Agambens Im Vergleich

Der Ausnahmezustand  Die Konzeptionen Carls Schmitts und Giorgio Agambens im Vergleich PDF Book Detail:
Author: Anna Mimikri
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3668186006
Size: 60.49 MB
Format: PDF, Kindle
Category : Philosophy
Languages : de
Pages : 16
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,7, Universität Passau (Soziologie), Veranstaltung: Kulturtheoretisches Kolloquium, Sprache: Deutsch, Abstract: Für die vorliegende Arbeit ist der Bezug Agambens auf Schmitts Souveränitätskonzept von Relevanz. Vor dem Hintergrund der Konzeption des Ausnahmezustands bei Schmitt und Agamben sollen im Folgenden die Unterschiede zwischen den theoretischen Ansätzen erarbeitet werden. Dabei wird zunächst auf Schmitts Terminus des Ausnahmezustands eingegangen und die Funktionen des Begriffs in seinem Souveränitätskonzept dargelegt. Darauf aufbauend erfolgt die Auseinandersetzung mit Agambens Begriff des Ausnahmezustands. Anschließend werden die beiden theoretischen Ansätze einander gegenübergestellt. „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“. Diese Definition des Ausnahmezustands trifft der Staatsrechtler Carl Schmitt in seiner Schrift „Politische Theologie“. Schmitt verweist mit seiner prägnanten Definition darauf, dass der Ausnahmezustand kein Tatbestand ist, den die Rechtsordnung bestimmt, sondern dass er nur in Abhängigkeit von der Entscheidung des Souveräns über ihn existiert, gerade weil er eine Ausnahme vom Normalzustand darstellt, die nicht in Gesetzen geregelt werden kann. Der Rechtsphilosoph Giorgio Agamben rekurriert auf Schmitts Konzeption des Ausnahmezustands in seinem Werk „Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben“. Er erweitert die Definition um eine biopolitische Perspektive: „In der modernen Biopolitik ist derjenige souverän, der über den Wert oder Unwert des Lebens als solches entscheidet“. Agambens Verständnis von Biopolitik steht in der Tradition Foucaults, wobei er den Anspruch erhebt, dessen Konzept eine neue Deutung zu verleihen: Die Biopolitik als historische Konstante der gesellschaftlichen Ordnung und in der Moderne in ihrer reinsten Form verwirklicht im Konzentrationslager des 20. Jahrhunderts. Agamben bezieht sich in seiner Rekonstruktion neben Foucault und Schmitt auf diverse weitere Philosophen wie Walter Benjamin. Die Grundlage der vorliegenden Arbeit bilden Agambens Werk „Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben“, das 1995 erschienen ist, und die Schrift „Politische Theologie“, die Schmitt 1922 veröffentlichte.

Zur Genealogie Des Rechts Drei Paradoxien Zum Verh Ltnis Von Recht Gewalt Und Gerechtigkeit

Zur Genealogie des Rechts   Drei Paradoxien zum Verh  ltnis von Recht  Gewalt und Gerechtigkeit PDF Book Detail:
Author: Axel Schubert
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640158423
Size: 46.94 MB
Format: PDF, Mobi
Category : Social Science
Languages : de
Pages : 32
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Motto dieser Arbeit kann auf eine einfache Formel gebracht werden: drei Autoren – drei Paradoxien. Ausgehend von Kants Definition des Rechtsbegriffs werden drei Autoren behandelt, die gemeinsam eine kanonische Rezeptionsgeschichte schreiben: Jacques Derrida liest Walter Benjamin, Giorgio Agamben liest Jacques Derrida. Genau genommen rekurrieren aber Derrida und Agamben zuforderst auf Benjamin. Dessen Aufsatz Zur Kritik der Gewalt (1921) ist die Grundlage für Überlegungen zu dem Verhältnis von Recht, Gewalt und Gerechtigkeit. Derrida widmet diesem Aufsatz mit Gesetzeskraft. Der „mystische Grund der Autorität“ (1990) zwei ausführliche Vorträge, in denen er ihn einer dekonstruktivistischen Lektüre unterzieht. Für Agambens Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben (1995) hat er katalytische Wirkung. Er droht zwar, in der Fülle der referierten Textquellen unterzugehen. Es ist aber nicht zu übersehen, dass Agamben vor allem diesem, aber auch anderen Texten Benjamins viel verdankt. In dieser Arbeit werden drei Paradoxien formuliert: die Paradoxie der Gewalt (Benjamin), die Paradoxie des Ursprungs (Derrida) und die Paradoxie der Souveränität (Agamben). Während Agamben seine Paradoxie explizit benennt und zum Titel der systematischen Vorüberlegungen seines Buches Homo sacer macht, formulieren Benjamin und Derrida lediglich, was ich jeweils als Paradoxie bezeichne. Die Lektüre der drei Autoren und der drei Kerntexte wird weitgehend unabhängig und in autonomen Blöcken stattfinden. Erst in der Schlussbetrachtung wird es zu übergreifenden Interpretationen kommen. Zunächst wird Benjamins Kritik der Gewalt insbesondere in Bezug auf die Unterscheidungen von rechtsetzender und rechterhaltender Gewalt dargelegt und interpretiert. Daran schließt sich Derridas Gesetzeskraft an. Es wird in groben Zügen in die Terminologie der Dekonstruktion eingeführt, um die Lektüre vor diesem Hintergrund verständlich zu machen. Schließlich wird Agambens Schlüsselfigur des homo sacer im Zusammenhang mit der Carl Schmitt entlehnten Souveränitätstheorie vorgestellt. Es werden vor allem Agambens strukturtheoretische Überlegungen dazu und die Auflösung dieser beiden Konzeptionen in der der „Lebens-Form“ referiert. Am Schluss der Arbeit stehen schließlich einige vergleichende Überlegungen zu dem Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit bei den drei Autoren und zu der Position, in der sie jeweils zu ihrem theoretischen Gegenstand stehen.

Carl Schmitt Und Der Ausnahmezustand Anspruch Und Wirklichkeit Der Gewaltenteilung In Zeiten Existentieller Staatskrisen

Carl Schmitt und der Ausnahmezustand  Anspruch und Wirklichkeit der Gewaltenteilung in Zeiten existentieller Staatskrisen PDF Book Detail:
Author: Michael Fetik
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3656159475
Size: 18.36 MB
Format: PDF, ePub
Category : Philosophy
Languages : de
Pages : 35
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, FernUniversität Hagen (Philosophie - Philosophie im europäischen Kontext), Sprache: Deutsch, Abstract: „Der Ausnahmezustand offenbart das Wesen der staatlichen Macht am klarsten. Hier sondert sich die Entscheidung von der Rechtsnorm, und(um es paradox zu formulieren) die Autorität beweist, dass sie, um Recht zu schaffen, nicht Recht zu haben braucht.“ Carl Schmitt (1888-1985) gilt als einer der bekanntesten, jedoch auch umstrittensten Staats- und Völkerrechtler des 20. Jahrhunderts, der die staatsrechtlichen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“ entscheidend prägte und auch nach 1945 einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche und europäische Staatsrechtslehre ausübte, wie es die zahlreichen Auseinandersetzungen gerade in den ersten Jahrzehnten der jungen Bundesrepublik bezeugen. Die Faszination an Carl Schmitt dürfte sich insbesondere durch sein Denken im Extremen erklären: Er denkt den Grenzfall, den Ausnahmefall. Die Ausnahme ist für ihn interessanter als der Normalfall: „Das Normale beweist nichts, die Ausnahme beweist alles; sie bestätigt nicht nur die Regel, die Regel lebt überhaupt nur von der Ausnahme.“ Seine berühmte, formelartige Zuspitzung, mit der er seine Politische Theologie einleitet: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“ verweist auf die Diktatur, die geradezu für den Ausnahmefall erfunden zu sein scheint. Dementsprechend heißt es bei Carl Schmitt, dass die „Diktatur notwendig Ausnahmezustand“ ist , was jedoch nicht bedeutet, dass die Diktatur den Ausnahmezustand begründet. Sie ist vielmehr selbst Resultat der Entscheidung über den Ausnahmezustand. Deshalb zeigt sich das „Wesen der staatlichen Souveränität“ nicht, wie Max Weber meint, „als Zwangs- oder Herrschaftsmonopol, sondern als Entscheidungsmonopol.“ Ziel dieser Arbeit ist es, Carl Schmitts „Ausnahmedenken“ in seiner Konsequenz auf die Gewaltenteilung hin zu untersuchen. Zunächst soll kurz der historisch gewachsene, verfassungsrechtliche Anspruch der Gewaltenteilung als einer „Grundidee der bürgerlichen Freiheit“ nachgezeichnet und seine Verankerung innerhalb der bürgerlich-rechtsstaatlichen Verfassung wie der Weimarer Reichsverfassung (WRV) geklärt werden, um diesen sodann an der Wirklichkeit existentieller Staatskrisen zu messen. Hierzu wird es erforderlich sein, die Begriffe „Gewalt“ und „Recht“ sowie ihr Verhältnis zueinander zu klären, um danach für die Zeiten des Notstands aufzeigen zu können, wie Carl Schmitt den Weg in die Diktatur rechtlich zu begründen versucht, beginnend mit der „kommissarischen Diktatur“...

Gastrosophical Turn

Gastrosophical Turn PDF Book Detail:
Author: Michael Nagenborg
Publisher: projekt verlag
ISBN: 3897333082
Size: 47.91 MB
Format: PDF, ePub, Mobi
Category :
Languages : de
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Book Description:

Die Ausnahme Als Regel Vergleichende Analyse Von Carl Schmitts Und Giorgio Agambens Begriff Des Ausnahmezustandes

Die Ausnahme als Regel  Vergleichende Analyse von Carl Schmitts und Giorgio Agambens Begriff des Ausnahmezustandes PDF Book Detail:
Author: Julia Müller
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3656922489
Size: 27.86 MB
Format: PDF, Mobi
Category : Political Science
Languages : de
Pages : 18
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Book Description: Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie), Veranstaltung: Konzepte des parlamentarischen und des außerparlamentarischen Raums, Sprache: Deutsch, Abstract: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“, schrieb Carl Schmitt als Einleitungssatz in seine „Politische Theologie“. Und für Giorgio Agamben ist der Ausnahmezustand das Paradigma der Moderne. Doch was meinen diese Autoren mit dem Begriff des Ausnahmezustandes? Wie und zu welchem Zweck nutzen Schmitt und Agamben den Ausnahmezustand, welche Erkenntnis lässt sich aus dem Denken von der Ausnahme statt dem Normalen her ziehen?

Gewalt Zurichtung Befreiung

Gewalt  Zurichtung  Befreiung  PDF Book Detail:
Author: Hannah Ahlheim
Publisher: Wallstein Verlag
ISBN: 3835340530
Size: 28.18 MB
Format: PDF, ePub, Mobi
Category : History
Languages : de
Pages : 204
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Book Description: Die Konstitution des modernen Subjekts in der »Ausnahme«: über Normierungsprozesse sowie das Zusammenspiel von Emanzipation und Einpassung. Nicht nur in staatsrechtlich-polizeilichen Zusammenhängen kommt es zu »Ausnahmezuständen«. Auch Individuen sind in Industriegesellschaften des 20. Jahrhunderts im »Ausnahmezustand«. Sie hungern und werden gequält, sie werden krank, sie testen ihre Grenzen und berauschen sich. Die Beiträgerinnen und Beiträger des Bandes richten den Blick auf Situationen, in denen der Mensch mehr oder weniger offen in seiner körperlichen und seelischen Unversehrtheit bedroht ist, oder aber die eigenen Leistungs- und Leidensgrenzen zu seiner Ermächtigung, Optimierung oder Befreiung zu verschieben sucht.

Schutzklauseln Als Grenzpunkte Internationaler Integration

Schutzklauseln als Grenzpunkte internationaler Integration PDF Book Detail:
Author: Franziska Marie Voelcker
Publisher: Nomos Verlag
ISBN: 3748907931
Size: 29.32 MB
Format: PDF
Category : Law
Languages : de
Pages : 290
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Book Description: Welchen Wert hat ein Vertrag, wenn im Ausnahmefall eine Suspendierung vertraglicher Pflichten möglich bleibt? Dieser Frage nähert sich die Arbeit zunächst mit einer rechtsvergleichenden Analyse von Art. 4 IPbpR, Art. 15 EMRK und Art. XIX GATT. Sie nimmt dazu deren Entstehungsgeschichte, Inanspruchnahme- und Spruchpraxis in den Blick. Dabei entsteht die Ausgangsthese, dass Schutzklauseln den Vertragsbestand begünstigen und sogar eine Vertragsvertiefung bewirken. Dieser These geht die Arbeit sodann auf theoretischer Basis nach, indem sie fragt, inwiefern gerade die rechtliche Einbettung des Ausnahmefalls Vertragsbestand und Vertragsvertiefung begünstigt. Es entsteht die Hauptthese der Arbeit: Recht kann eine Integrationsfunktion zugeschrieben werden. So ergänzt die Arbeit das Forschungsfeld "Integration durch Recht" durch eine rechtswissenschaftliche Perspektive.

Carl Schmitts Politische Theorie Des Dezisionismus

Carl Schmitts politische Theorie des Dezisionismus PDF Book Detail:
Author: Selina Thal
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3668339899
Size: 57.97 MB
Format: PDF, Docs
Category : Social Science
Languages : de
Pages : 8
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Book Description: Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Carl Schmitts politische Theorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Um Carl Schmitts Dezisionismus für die politische Theorie „fruchtbar“ zu machen, befasst sich das vorliegende Essay nicht mit einer begrifflichen Analyse der Dezision, sondern mit ihrem theoretischen Wert. Einerseits war es Schmitt durch seinen Dezisionismus möglich, das Verhältnis vom Politischen mit dem Staat und das vom Staat mit dem Recht zu klären. Andererseits zeichnet er auf dieser Basis die europäische Kulturentwicklung seit dem sechzehnten Jahrhundert nach. Im Laufe seines Lebens hat Carl Schmitt sich zu den vielfältigsten Themengebieten geäußert. Darunter fallen „nüchterne begriffliche Analysen, idealtypisch argumentierende Schriften, hermeneutische Texte, gelehrte Begriffsgeschichten, ausgreifende historische Spekulationen und glänzende Essays ebenso wie politische Pamphlete“ (Mehring 2003, zitiert nach Voigt 2007: 15). Auffallend – und daher auch immer diskussionswürdig – bleiben in diesem Zusammenhang die Inkonsistenz, gar Widersprüchlichkeit und Sinnverschiebungen seiner Begriffe. Bis heute ist daher unklar, ob es einen gemeinsamen Bezugspunkt gibt, der das Schmittsche Werk zusammenhält. Der vorliegende Essay hat es sich zur Aufgabe gemacht, den mit Schmitt untrennbar verbundenen Dezisionismus genauer zu untersuchen, da er sich als eine Art Leitmotiv in vielen seiner Schriften wiederfindet. „Ich habe eine merkwürdige Art von Passivität. Daß ich für meine Person in den Ruf gekommen bin, Dezisionist zu sein, ist mir eigentlich unverständlich. Ich glaube, man muß eine so große Entfernung von jeder Freude an der Entscheidung als solcher haben, wie ich sie habe, um eine Theorie des Dezisionismus zu entwickeln. Der typische Dezisionist, der mit Begeisterung entscheidet, wird nie eine Philosophie oder Theorie des Dezisionismus entwickeln. Ich kann mich, was mich betrifft, an keine derartige Entscheidung erinnern“ (Noack 1993: 168). Die unterschiedliche Bedeutung von Entscheidung wird nicht nur am Gegensatz vom Schmittschen Privatleben zu seinen Schriften deutlich, sondern stellt – so der wissenschaftliche Kanon – auch eine werkimmanente Inkohärenz dar. Unterschiedliche Entscheidungskonzepte spiegeln sich in seinen Arbeiten wieder: Die politische Entscheidung ist zu unterscheiden von der staatsrechtlichen, und die staatsrechtliche wiederum von der gesetzgeberischen.